SV Ahrensfelde


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Kanoniere

2017 - Traditionspflege - Kanonendonner an der sächsischen Landesgrenze

Der 204. Jahrestag der Schlacht bei Großgörschen von 1813 und das damit verbundene Scharnhorstfest war auch für unsere Kanonentruppe wieder Anlass, sich auf den Weg zu machen.
In der Zeit vom 05.05. - 07.05.2017 nahmen sich 9 Kanoniere und 2 Marketenderinnen vor, gemeinsam mit ihren Verbündeten die Schlacht von Großgörschen gegen Napoleon zu gewinnen. Im historischen Biwak über offenem Feuer gekocht, wurde gegessen, die Uniformen angezogen und Waffen kontrolliert - man bereitete sich innerlich auf die Schlacht vor. Kurz nach 14 Uhr am Samstag waren die ersten Truppen auf den Weg zu den beiden nebeneinander liegenden Gefechtsfeldern. Genauso wie am späten Abend des 2. Mai 1813 war der Sieg letztendlich in der Hand der Franzosen. Allein das Dorf Großgörschen konnte behauptet werden. Dies wird sich später, wie bekannt, in der Völkerschlacht bei Leipzig ändern. Wir hatten unsere Freude daran, wieder mittendrin zu sein und die Tradition des Gedenkens an die Befreiungskriege mit zu beleben und zu erleben.


2) Scharfschießen in Ückermünde!
Alle Kugeln (es dürfen aus Umweltschutzgründen nur noch solche aus Stahl, Hartplastik oder Beton verwendet werden) wurden mit einem Lappen zur Verdämmung umwickelt! Liegt der Lappen nicht exakt im Rohr, verschwindet die Kugel im Nirvana, ohne 100m entfernte Scheibe zu treffen. Also eine sehr anspruchsvolle Angelegenheit! Aber aus jeder Erfahrung wird neu gelernt!

3) Reenactment des Kampfes gegen die napoleonische Fremdherrschaft in Stralsund
Auf Einladung der Stralsunder Schützen-Compagnie war die Gardeartillerie von
Ahrensfelde zum Gedenken an Major Baptista Ferdinand von Schill zum 4ten Mal mit dabei !
Rund 250 Uniformierte aus Deutschland, Schweden, Norwegen und Dänemark lieferten sich in den Straßen von Stralsund erbitterte Gefechte! Alles begann mit einem Kanonenduell an den weißen Brücken, wo der Ahrensfelder Premierleutnant Reinhard Höster die Ehre hatte, die gesamte Preußische Artillerie zu kommandieren!
Uffz. Harry Jauert als Geschützführer und seine Kanoniere wurden vom Uffz. Raik Höster befehligt! Christian Jauert,Jan Höster, Sabine Klapezynski,,Olaf Richter, Maik Albrecht und Hagen Weiß kämpften wie die Teufel, trotzdem mussten sie sich wegen der Übermacht der Gegner zurückziehen! Uffz. Harald Brunck war verantwortlich für die Sicherheit gegenüber den Zuschauern, die fast hautnah alles miterleben konnten! Nicht zu vergessen unsere Marketenderinnen, die für das leibliche Wohl sorgten. Am Abend wurde am Streler Sund mit allen Kanonen noch einmal geböllert.
2019 sind wir wieder dabei und freuen uns besonders auf die vielen Kameraden aus den anderen Vereinen.


4) Letzter großer Auftritt unserer Kanoniere in diesem Jahr in Leipzig
In der Völkerschlacht bei Leipzig besiegten die Verbündeten aus russischen, österreichischen, preußischen und schwedischen Truppen im Oktober 1813 die französische Armee unter Napoleon. Mehr als eine halbe Million Soldaten standen sich vor den Toren Leipzigs gegenüber, ca. 100.000 Soldaten und zahlreiche Zivilisten verloren dabei ihr Leben. Alljährlich treffen sich Darsteller und militärhistorische Vereine aus fast allen Ländern Europas und aus Übersee im Geist von Versöhnung und Verständigung an den authentischen Orten, so auch in Leipzig. Zum 204. Mal jährte sich die Völkerschlacht, die rund um Leipzig tobte. Einen Einblick in das alltägliche Leben der Bevölkerung und das Leben im Feldlager konnte man bei den Biwaks und Händlermärkten an den Torhäusern Markkleeberg und Dölitz erhalten. Die Hauptgefechtsdarstellungen waren der Publikumsmagnet auf dem Mönchereiplatz in Markkleeberg. Hunderte Enthusiasten stellten möglichst originalgetreu die historischen Gefechte nach. Den Abschluss bildet die Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung am Völkerschlachtdenkmal. Diesmal waren hauptsächlich die Jüngeren unter den Kanonieren unserer "Königlich Preußischen Gardeartillerie Kompanie Nummer 1 zu Fuß" dabei.

v.l.n.r (vorn).: Christian Jauert, Uwe Wissmann, Ulli Päckert, Enrico Borgwald, Thomas Poltersdorf, Maik Albrecht, Hagen Weiß, Raik Höster

"25+2 Jahre Bundespolizeistandort Blumberg"
Tag der offenen Tür anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Bundespolizeiabteilung Blumberg im Jahr 2015! Auf Grund des Migrationseinsatzes musste diese Veranstaltung auf den 7. Oktober 2017 verschoben werden, daher der Zusatz "25+2". Über 5000 Zuschauer sahen interessante Vorführungen der Reiterstaffel, der Hundestaffel, der GSG9 oder den Wasserwerfereinsatz.
Eröffnet wurde der Tag mit drei Böllern aus unserer 6-Pfünder-Kanone. Nach dem ersten Schuss musste sogar der Kommandant der Bundespolizei zugeben, dass er angesichts der Lautstärke des Kanonendonners überrascht war. Ein Dankeschreiben an unsere "Königlich Preußische Gardeartillerie Kompanie Nummer 1 zu Fuß" war eine besondere Würdigung dieses Einsatzes.


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